SkiChallenge 11-13- ESport vom Feinsten


In meinem Studiengang gibt es ein Fach, welches Multimediale Anwendungen heißt. Im Zuge eben jener LV darf ich mich nunmehr darüber freuen, Skichallenge hinsichtlich der Werbepartner und ludologischen Prinzipien zu analysieren.

ESport ist dieser Tage wohl fast jedem ein vager Begriff, wobei die wenigsten eine sinnvolle Definition geben könnten. Meine hierzu ist: eSport ist das Schaffen und Bewältigen von Wettbewerbssituationen in Computer- und Konsolenspielen. Ein schillerndes Beispiel für ein eSport-Game, welches mit vergleichsweise geringem Kapital entwickelt wurde, und ein echter werbetechnischer, sowie massenphänomenaler Kassenschlager wurde, ist Ski Challenge, beginnend mit der Version von 2004. Doch zwischen den damaligen Hochzeiten und der heutigen, beinahen Werbefreiheit von SC:13 liegen große Veränderungen.

Zum Erfolg von Ski Challenge- 4 ludologische Grundprinzipien (Vgl. Roger Callois (1961):Man, Play and Games)

Die Ludologie bezeichnet das transdisziplinäre Forschungsgebiet der (Video-) Spieltheorie. Dabei werden Zusammenhänge „an der Schnittstelle von Kultur- und Strukturwissenschaften mit den ästhetischen, kulturellen, kommunikativen, technischen und strukturellen Aspekten des Phänomens „Spiel“ “ untersucht (http://de.wikipedia.org/wiki/Ludologie). In dieser Theorie gibt es verschiedene Grundprinzipien, derer ich im Hinblick auf SC 4 behandle:

  • Agon: „Menschen lieben es, Ziele zu erreichen.“ Der Wettbewerb ist bei der Skichallenge überall zu finden. Sei es im Trainingsmodus, in dem man gegen einen „Geist“ antreten kann, der zumeist entweder eine bisher schneller gefahrene Zeit vorlegt, oder aber ein Freund ist, den man wählen kann. Auch bei der Qualifikation geht es darum, andere zu schlagen und eine möglichst schnelle Zeit zu erreichen. Im sogenannten, bezeichnenden „Wettkampfmodus“, welcher nur zeitecht am Rennwochenende verfügbar ist, gilt es, möglichst gute Zeiten zu erreichen, um einen möglichst hohen Endpunktestand zu  erreichen.
  • Mimikry: „Menschen lieben es, in andere Rollen zu schlüpfen“. In die ROlle eines Skiprofis zu schlüpfen. stellt logischerweise eine gewisse Alltagsentrückung dar. Nicht viele Menschen sind fähig, ein Topsportler zu sein, SkiChallenge öffnet diese Tür für jedermann.
  • Alea: „Menschen lieben es, überrascht zu werden.“ Das Element der Überraschung wird beim Spiel SC auf zwei verschiedene Arten erzeugt. Erstens ist beim erstmaligen Befahren einer Strecke die Torsetzung, sowie die Optimallinie unbekannt. Dadurch muss man sich zuerst auf die Überraschungen und unvorhersehbaren Kurven einstellen, um gute Zeiten zu erzielen. Weiters ist ein Überraschungseffekt durch die zufällig wechselnden Wetterbedienungen (Sonne, Eis, Schnee) garantiert.
  • Illinx: „Menschen spielen gerne.“ Dieses Prinzip stellt die Grundlage für Spiele dar. Durch den Gefallen am Spiel werden Menschen in einen rauschartigen Zustand versetzt, welcher sie zum weiterspielen animiert. Klar ersichtlich ist dies an den hohen Spielerzahlen von Skichallenge, sowie der großen Anzahl an „heavy usern“.

Die Sponsoren und Werbeformen

Die Version von 2011 war die letzte mit breitem Werbeaufgebot. In der aktuellen, 2013er Version treten als Sponsoren, nach dem Austritt des ORF, nur mehr Gametwist und Greentube auf.

In der 2 Jahre alten Version gibt es 6 befahrbare Strecken (Gröden, Bormio, Val d´Isere, Wengen, Kutzbühel, Garmisch). Bereits beim Einstieg ins Spiel finden der ORF sowie Greentube Erwähnung, letztere sogar im Menübereich.

Einer der Werbemotoren des Spiels ist das Starthaus, von dem sich die Skifahrer auf die Piste stürzen. Das kleine Häuschen ist vollgepflastert mit Präsenzen von checkfelix, überkopf, sowie seitlich Labello und Wagner Pizza. Sehr gut sichtbar ist in diesem Abschnitt auch das Trikot des Fahrers am Rücken, auf dem sich Win2day Platz für ihr Logo sicherten. Der ORF selbst ist klarerweise auch immens stark in Form von Bandenwerbung vertreten, zumeinen als ORF Gesamtmarke, sowie seinen Radios FM4 sowie OE3. Wenn man Zwischenzeit-Linien passiert, sieht man Werbungen von Renault sowie GoodYear. Im Ziel dann stechen vor allem, auf den Banden, die Uniqua Versicherung sowie der ORF hervor, sowie die Marke Nikon. Selbige ist zum einen als rießiger Heißluftballon zu sehen, aber zum anderen auch als Equipper des Zielfotografen. Diese weite Vielfalt an Werbepartnern hat sich bis zur SC:13 dezimiert und besteht nunmehr nur mehr aus Greentube und Gametwist.

Nachfolgend untermauernde Screenshots:

image

image

Quellen

http://www.greentube.com/de (o.J.)

http://www.ski-challenge.com (o.J.), Stand 02.01.2013
http://www.wikipedia.org/wiki/Man,_Play_and_Games, Stand 01.01.2013
http://www.wikipedia.org/wiki/Ludologie, Stand 28.12.2012

http://www.gametwist.com (o.J.

Advertisements

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

w

Verbinde mit %s